Augusta Raurica war eine römische Koloniestadt, in der vor rund 2000 Jahren gegen 20'000 Menschen wohnten.
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Etwas Geschichte
Von der Handelsstadt zum Militärstützpunkt

Kreuzungspunkt am Rhein
Im römischer Zeit befand sich Augusta Raurica am Knotenpunkt von drei wichtigen Verkehrsrouten: Hier trafen sich die Süd-Nord-Verbindung von Italien über den Grossen St. Bernhard ins Rheinland, die West-Ost-Verbindung von Gallien an die obere Donau und nach Rätien, und der
Rhein, der eine wichtige Rolle im Gütertransport spielte.
Gründung in Etappen
Eine Inschrift auf dem Grabmal von Lucius Munatius Plancus in Gaëta belegt die Gründung der Kolonien Lugudunum (Lyon) und Raurica im Jahre 44 oder 43 v. Chr. Spuren dieser frühen Kolonie haben sich in Augusta Raurica bisher nicht gefunden; ob sie mit der Siedlung auf dem
Münsterhügel in Basel zu identifizieren ist, oder ob es zunächst beim theoretischen Gründungsakt geblieben war, ist noch nicht definitiv geklärt. Die ältesten Spuren in Augusta Raurica stammen jedenfalls erst aus der Zeit um 15-10 v.Chr. Nach ihrer Neugründung trug die Kolonie
wahrscheinlich den Namen Colonia Paterna Munatia Felix Apollinaris Augusta Emerita Raurica.
Wirtschaftliche Blüte
Zur Blütezeit um ca. 150-200 n.Chr. erreichte das Stadtgebiet mit Ober- und Unterstadt eine Ausdehnung von 106 ha und zählte über 10'000 Einwohner. Augusta Raurica war zu einem wichtigen Wirtschafts- und Handelszentrum geworden. Ein Grossteil des Personen- und
Warenverkehrs zwischen dem Süden und den nordwestlichen Grenzgebieten des Reiches gelangte hier an den Rhein, der selbst einen wichtigen Verkehrsweg bildete.
Langsamer Untergang
Die Gründe für den Niedergang der Koloniestadt sind vielfältig. Zu nennen sind politische, soziale und wirtschaftliche Probleme und gleichzeitig zunehmende Bedrohungen durch Germanen. Um 275 n.Chr. war die Stadt Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen. Kurze Zeit danach
wurde das Plateau auf "Kastelen" befestigt und diente der dezimierten Bevölkerung nun für einige Zeit als geschütztes Siedlungszentrum. Weite Teile der antiken Stadt waren zu diesem Zeitpunkt bereits dem Zerfall preisgegeben.
Sicherung der Reichsgrenze
Nach den Zerstörungen in der Oberstadt zogen viele Bewohnerinnen und Bewohner in die Unterstadt am Rhein. Seit der Erbauung des Kastells in Kaiseraugst (Castrum Rauracense) durch römische Truppen verfügten sie hier ab ca. 300 n.Chr. über eine schützende Befestigung.
Während mehrerer Jahre diente das Castrum Rauracense der Legio I Martia als Hauptstützpunkt zur Sicherung eines grossen Abschnitts der Reichsgrenze. Aus dem Kastell entwickelte sich das heutige Dorf Kaiseraugst, aber auch das Bistum Basel hat hier seine Wurzeln.
Siehe auch:
- Etwas mehr Geschichte