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Home Augusta Raurica Archäologie als Herausforderung siehe auch Forschungsgeschichte, Öffentlichkeitsarbeit, Politik, Archäologie und juristisches Umfeld
Die Tatsache, dass die Ausgrabungsteams in Augst und Kaiseraugst vom Staat angestellt sind, garantiert eine Kontinuität in der angewandten Grabungstechnik, in der wissenschaftlichen Fragestellung und insbesondere in der Dokumentation. Für die Forschungsarbeit ist extrem wichtig, dass das Fundmaterial und die Grabungsdokumentationen in derselben Organisation vereint sind.
Grabungstechnik und -dokumentation (vgl. Digitalkamera) richten sich nach den heute üblichen Anforderungen in der Archäologie. Weil dauernd zwei Grabungsequipen im Einsatz sind, hat es sich bewährt, Dokumentationsarbeiten durch immer dieselben Zeichnungs- und Fotospezialisten auszuführen. Jedes Team steht unter der Leitung eines Archäologen, zudem wirkt in beiden Equipen ein diplomierter Grabungstechniker mit.
Die steten Notgrabungen in Augst und Kaiseraugst führen unweigerlich dazu, dass auch die beiden Fundabteilungen im Römermuseum und die Konservierungswerkstätten mit den zahlreichen Neufunden beschäftigt sind. Glücklicherweise sind daneben trotzdem verschiedene Forschungsprojekte möglich.
Eine ergiebige Fundstätte
Augusta Raurica besitzt ein weitverzweigtes Netz von verschiedenen Spezialgebieten der Altertumswissenschaften. Dank interdisziplinärer Zusammenarbeit werden verblüffende Resultate erzielt. Dies ist auch wegen der intensiven und gut dokumentierten Grabungstätigkeit der letzten hundert Jahre möglich. Als archäologisch-historische Quelle unterscheidet sich Augusta Raurica ganz wesentlich von anderen Römerstädten. Diese sind heute grösstenteils modern überbaut und dadurch archäologisch weniger ergiebig.
Autonom und publikumsnah
Die wissenschaftliche Arbeit in Augusta Raurica profitiert von zwei weiteren Vorteilen: Erstens ist die Organisation, beziehungsweise das Arbeitsteam im Rahmen des Amtes für Kultur des Kantons Basel-Landschaft relativ autonom. Dies fördert Dynamik und Flexibilität. Zweitens ist Augusta Raurica für Besucherinnen und Besucher sehr attraktiv und publikumsnah. Dafür sorgen Museum, das Römerhauses und die 22 öffentlich zugänglichen Monumente (siehe Bilderreise).
Die jährlich rund 140'000 Besucherinnen und Besucher (darunter zahlreiche Schulklassen) geben den Forschenden ein laufendes Feedback. Sie verankern die besondere Qualität von Augusta Raurica im Bewusstsein einer breiten Bevölkerung und verhelfen der Institution zu beträchtlichen Einnahmen. All dies kommt Forschung und Wissenschaft direkt zugute. Nicht zuletzt ermöglicht der Verlag des Römermuseums Augst mit seinen wissenschaftlichen und populären Schriftenreihen und einer hausinternen Redaktion eine autonome Publikationstätigkeit.
Weitere Infos
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Kurz, bündig und reich illustriert: Ein kleines, übersichtliches Standardwerk! Jürg Rychener: |