Typisch für die römischen Hypokaustkonstruktionen ist der Hohlboden, d.h. es wurde in die Räume ein Zwischenboden (suspensura) eingezogen, der auf Tonpfeilern (pilae)
auflag, so dass unter dem Boden ein Hohlraum entstand, welcher durch einen Einfeuerungskanal (praefurnium) beheizt werden konnte. Die heisse Luft wurde durch Röhren, die
in den Wänden eingelassen waren, geleitet, so dass eine optimale Wärmeausnutzung erzielt werden konnte. Über dem Einfeuerungskanal befand sich in der Regel eine Art
Boiler in Form eines metallenen Wasserbehälters, in dem das für die heissen Bäder benötigte Wasser erhitzt werden konnte. Auch diese technischen Errungenschaften wurden,
wie das Badewesen an sich, nicht von den Römern erfunden, sondern aus dem griechisch-hellenistischen Kulturraum übernommen und weiterentwickelt.
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| Weiterführende Literatur zu Hypokausten: |
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F. Kretzschmer, Hypokausten. Saalburg-Jahrbuch 12, 1953, 7 ff. |
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J.-P. Adam, La construction romaine: matériaux et techniques (Paris 1984¹, 1989²). |
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W. Drack, Zu einigen besonderen Konstruktionen an römischen Hypokaustanlagen in
der Schweiz. In: F. E. Koenig, S. Rebetez (Hrsg.), Arculiana. Recueil d'hommages
offerts à Hans Bögli (Avenches 1995) 275 ff. |
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E. Brödner, Die römischen Thermen und das antike Badewesen: eine kulturhistorische
Betrachtung (Darmstadt 1983). |
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H. Manderscheid, Römische Thermen. Aspekte von Architektur, Technik und
Ausstattung. In: Frontinus-Gesellschaft (Hrsg.), Die Wasserversorgung antiker Städte.
Geschichte der Wasserversorgung 3 (Mainz 1988) 97 ff. |
Vgl. die Abbildung
Weitere Infos
Hans Sütterlin und Georg Matter
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