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Römisch-kulinarisches Glossar Garum (scharfe Fischsauce)
Einen Topf mit Wasser füllen und so viel Salb beigaben, dass ein hineingeworfenes Ei obenauf schwimmt. Die Fische (in der Antike wurden sehr viele
unterschiedliche Fische verwendet) in die Salzlake legen und Oregano hinzufügen. So lange kochen, bis die Salzlake gebinnt, etwas einzudicken. Abkühlen lassen
und durchseihen, am besten durch ein Tuch. Die dabei gewonnene klare Flüssigkeit ist das garum.
Bemerkung:
Garum und liquamen, beides Fischsaucen, wurden gerne und häufig zum Würzen (z.T. als Salzersatz) verwendet. Ihr Hauptproduktionsgebiet lag entlang der
Südspanischen Mittelmeerküste, ihre "Einwegverpackung" für den Transport in die Nord- und Westprovinzen waren schlanke Amphoren mit spitzem Fuss.
Quelle:
G. E. Thüry, Ernährung in der römischen Antike. Der Stand des Wissens und die "kulinarische Rekonstruktion". Gymnasium 111, H. 1, 2004, 25-42 bes. 42 (nach
Geoponica 20,46,5); E. Alföldi-Rosenbaum, Das Kochbuch der Römer. Rezepte aus Apicius (Zürich/München 1981) S. 8f