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Libum (Opferfladen)
 
 
Zutaten:
150-300 g Weizenmehl
600 g salziger Schafskäse (z.B. Pecorino), stark zerkleinern
1 Ei - alles gut miteinander vermengen
diverse getrockenete Lorbeerblätter (zum Unterlegen im Ofen).

Backanleitung nach Römischer Quelle:
"Ein Libum mache so: Man zerreibe zwei Pfund Käse in einem Mörser; wenn man das fein zerrieben hat, gib ein Pfund sehr weisses Weizenmehl oder, wenn du es zarter willst, nur ein Halbpfund Weizenmehl dazu hinein und vermische es gut mit dem Käse; gib ein Ei hinzu und mische es gut mit hinein. Daraus forme einen Laib, lege Blätter darunter, backe es langsam auf warmem Herd unter einer irdenen Schüssel."

Zubereitung:
Den Teig mischen und zu vier runden Stücken formen und auf Lorbeerblätter setzen. Im Umluftherd bei 180°C backen bis die Kuchen goldbraun sind (Garprobe mit eingestochenem Stäbchen).

Tipps:
1. Eventuell in einem flachen Gefäss 120 g Honig anwärmen, die Kuchen direkt aus dem Ofen in den Honig legen und zusätzlich mit Honig bestreichen.
2. Je nach Menge und Geschmack des verwendeten Käses sowie der Backzeit kann das libum sehr unterschiedlich schmecken - ausprobieren!

Bemerkung:
Das libum gehörte zum kultischen Bereich und war ein fladenförmiger Opferkuchen, der meistens an den Geburtstagen den Göttern dargebracht wurde, oft dem persönlichen Schutzgott (Genius). Daraus soll sich der bei uns noch erhaltene Brauch des Geburtstagskuchens entwickelt haben.

Quelle:
Marcus Porcius Cato, De Agricultura. Vom Landbau. Fragmente (lateinisch-deutsch, hrsg. und übersetzt von O. Schönberger) (München 2000) 75; M. Junkelmann, Panis militaris. Die Ernährung des römischen Soldaten oder der Grundstoff der Macht. Kulturgesch. d. antiken Welt 75 (Mainz 1997) 196 Abb. 87.


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