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Zusammenfassungen / Summaries / Résumées
 

Annemarie Kaufmann-Heinimann:
Götter und Lararien aus Augusta Raurica
(Forschungen in Augst 26)


Zusammenfassung

In den letzten zweihundert Jahren sind im römischen Siedlungsgebiet von Augst und Kaiseraugst rund 450 figürliche Bronzen zum Vorschein gekommen. Die einzelnen Objekte wurden 1977 und 1994 in zwei separaten Katalogbänden vorgelegt; hier geht es darum, anhand dieses Materials einige allgemeine Gesichtspunkte zusammenfassend darzustellen.

Obschon eine Reihe von metallverarbeitenden Werkstätten in grösseren und kleineren Siedlungen des römischen Reiches bekannt sind, lassen sich ihnen kaum je fertige Produkte sicher zuweisen. Das hängt hauptsächlich mit der Herstellungstechnik der Bronzen zusammen: sie wurden zwar in der Technik der verlorenen Form gegossen, aber man stellte die dafür nötigen Wachsmodelle häufig mit Hilfe von Negativformen her, die in verschiedenen Kombinationen weiterverwendet werden konnten. Zudem war es möglich, auch von fertigen Objekten Negativformen abzunehmen, so dass unter Umständen dieselben Bronzen weit entfernt vom ursprünglichen Produktionsort reproduziert wurden.

Trotz dieser ungünstigen Voraussetzungen können Gruppen von Bronzen, die in Grösse, Typus und Stilmerkmalen übereinstimmen, Hinweise auf mögliche Werkstattkreise geben; diese lassen sich in wenigen Fällen geographisch einengen. So zeichnet sich für zwei Typen von Reibstäbchen bzw. Messergriffen des 1. Jahrhunderts ein Schwerpunkt in der Nordschweiz und dem westlich angrenzenden Gebiet ab, während die Herstellungszentren eines Eimertyps des 2./3. Jahrhunderts, von dem sich in unserer Gegend einzelne Attaschen erhalten haben, in Oberitalien zu suchen sind. Auch für mehrere Typen von Götterstatuetten lassen sich Werkstattzusammenhänge aufzeigen.

Besondere Probleme bietet noch immer die Datierung römischer Bronzestatuetten von durchschnittlicher Qualität, wie sie in Italien sowie in den Provinzen vertreten sind. Ein Vergleich von mehreren durch äussere Anhaltspunkte ins 1. Jahrhundert datierten Statuetten macht wahrscheinlich, dass spätestens von der Mitte dieses Jahrhunderts an auch nördlich der Alpen Statuetten hergestellt wurden.

Von rund drei Vierteln der figürlichen Bronzen aus Augusta Raurica ist die Fundstelle innerhalb des römischen Siedlungsgebiets bekannt; es lag deshalb nahe zu prüfen, ob sich aus der Verteilung der Objekte Schlüsse ziehen lassen (Teil II). Die vertikale Verteilung zeigt, dass sich in Schichten des 1. Jahrhunderts vor allem kleine Gebrauchsgegenstände von beschränkter Umlaufzeit sowie Militaria finden. Aus der mittleren Kaiserzeit haben sich wenige Fundkomplexe mit figürlichen Bronzen erhalten; die Tatsache, dass auch andere Fundgattungen in dieser Zeit schlecht vertreten sind, mag mit einer veränderten Bauweise zusammenhängen. Die überwiegende Zahl erhaltener Statuetten stammt aus Fundkomplexen der späteren Kaiserzeit; offenbar wurden sie als kostbarer und religiös wichtiger Besitz bis zum Ende der römischen Siedlung aufbewahrt.

Die horizontale Verteilung der Bronzen hat sich als weniger aussagekräftig erwiesen. Es überrascht nicht, dass öffentliche Bauten systematischer geräumt wurden als Wohn- und Handwerkerquartiere; auffallend ist aber, dass sich Charakter und Menge der in gehobenen Wohnhäusern erhaltenen Bronzen kaum von den in bescheideneren Handwerksquartieren gefundenen unterscheiden. Hier scheinen zu viele äussere Faktoren mitgespielt zu haben, als dass sich aus dem heute Vorhandenen Aufschlüsse über Sozialstruktur und Ausstattung ergeben könnten.

Als wichtigste und vielfältigste Gruppe der Bronzen von Augusta Raurica werden die Götterstatuetten zusammenfassend untersucht (Teil III). Ihre Fundstellen liegen grösstenteils in den Wohn- und Handwerkerquartieren; es ist daher anzunehmen, dass auch die einzeln gefundenen Statuetten ursprünglich meist in Hausheiligtümern standen. Neben Statuetten gehörten offenbar auch Räucherkelche und Schlangentöpfe zum Inventar von Lararien. Zu den Belegen für die in Augst und Kaiseraugst bekannten Kulte sind ausser Bronzestatuetten auch Votivinschriften und Steinskultpturen zu nennen; leider sind an Inschriften, die am besten Auskunft über die religiösen Verhältnisse geben könnten, nur wenige Reste erhalten. - Götterstatuetten als Bekrönung von kleinen Opferstöcken, wie sich ein Exemplar in Kaiseraugst erhalten hat, lassen sich vor allem in Ostgallien, vorwiegend im privaten Bereich, nachweisen (Exkurs II).

In Teil IV geht es um Funktion und Verwendung von Götterstatuetten in grösserem Rahmen. Ausgehend von sechs ganz oder teilweise aus Statuetten bestehenden Fundgruppen aus dem Stadtgebiet von Augusta Raurica werden möglichst viele absichtlich oder zufällig zusammen unter die Erde gekommene Gruppen von Statuetten aus Italien und den Provinzen auf ihre Zusammensetzung hin untersucht.

Die zahlreichen durch den Vulkanausbruch in situ erhaltenen Befunde in den Vesuvstädten geben ein gutes Bild von der Ausstattung und Vielfalt campanischer Hausheiligtümer. Ausserhalb Italiens haben sich zahlreiche Larariumsinventare vor allem in Gallien und Germanien erhalten, oft allerdings nicht an Ort und Stelle innerhalb des Hauses, sondern in sog. Angstdepots, die im Moment einer Gefahr angelegt wurden, um kostbaren Besitz sicher zu verwahren. Zum Teil sind Larariumsstatuetten auch in Plünderer- oder Altmetallhorte geraten. Die Zusammensetzung von Larariumsinventaren in den Provinzen entspricht weitgehend dem mutterländischen Vorbild, wenn auch die eigentlichen Hausgötter, die Laren, schwächer vertreten sind. Die Auswahl der Statuetten scheint ganz von persönlicher Vorliebe geprägt zu sein, indem Statuetten verschiedener Grösse und Qualität, ehrwürdige Erbstücke wie auch zeitgenössische Schöpfungen, im gleichen Lararium stehen konnten. Im Vergleich zeigt sich, dass in Augusta Raurica besonders vielfältige Larariumsinventare erhalten geblieben sind.

Die gleichen Statuetten, die in Lararien stehen, konnten auch in öffentliche Heiligtümer geweiht werden. Die meisten Belege für Votivstatuetten sind aus den Provinzen ausserhalb Italiens bekannt. Allerdings sind nur in Ausnahmefällen öffentliche Heiligtümer mit ihrer Ausstattung in situ erhalten geblieben; kostbare Votivgaben wie Statuetten und Geschirr finden sich vor allem in sog. Sakralhorten, in Depots also, die an einem bestimmten heiligen Ort oder infolge einer unsicheren Situation in einem Versteck verwahrt wurden. Neben Statuetten und Gefässen können hier auch Votivbleche und Kultgerät vertreten sein. Oft sind die Votive inschriftlich als Gabe einzelner Stifter gekennzeichnet. Im Vergleich zu den Larariumsinventaren zeichnen sich die Statuetten in Sakralhorten durch eine grössere thematische Vielfalt aus; einheimische Gottheiten und andere, oft nicht sicher zu deutende Darstellungen sind in beträchtlicher Zahl vertreten. Offensichtlich übernimmt man in den Provinzen den neuen, vor der Romanisierung unbekannten Kult der Hausgötter weitgehend unverändert von Italien, während einheimische Göttervorstellungen in öffentlichen Heiligtümern weiterleben, die zum Teil in vorrömische Zeit zurückreichen.

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Résumé

Au cours des deux derniers siècles, près de 450 statuettes en bronze ont été découvertes sur le territoire romain d'Augst et Kaiseraugst. Tous ces objets ont été présentés individuellement dans deux catalogues parus en 1977 et 1994 ; le présent ouvrage a pour but de traiter certains aspects de ce mobilier.

Bien que plusieurs ateliers de métallurgie soient connus dans l'Empire romain, dans les grands centres aussi bien que dans des agglomérations secondaires, on ne peut que rarement leur attribuer avec certitude telle ou telle production. Ce phénomène tient principalement à la technique de fabrication des objets en bronze: ceux-ci étaient certes fabriqués selon la technique de la cire perdue, mais les modèles en cire utilisés étaient fréquemment réalisés avec des moules qui pouvaient être réutilisés en de multiples combinaisons. De plus, il était aussi possible d'obtenir des moules à partir d'objets terminés, de sorte que des bronzes identiques pouvaient être fabriqués dans des endroits très éloignés du lieu de production original.

Malgré cela, certains groupes d'objets en bronze peuvent tout de même, par des similitudes de taille, de type et de style, donner des indications sur de possibles aires de production, que l'on arrive parfois à préciser géographiquement. Ainsi, pour deux types de bâtonnets mélangeurs et de manches de couteaux du 1er siècle apr. J.-C., une zone de production se dessine dans le nord de la Suisse et dans le territoire voisin à l'ouest; de même, on peut situer dans le nord de l'Italie la fabrication de seaux datés des 2e et 3e siècles apr. J.-C., dont on n'a retrouvé dans nos régions que des attaches d'anse isolées. Pour plusieurs types de statuettes de divinités aussi, des liens entre des ateliers ont pu être mis en évidence.

La datation des statuettes romaines en bronze de qualité moyenne, telles qu'on les trouve en Italie aussi bien que dans les provinces, reste toujours un point particulièrement problématique. La comparaison de plusieurs statuettes datées du 1er siècle par des critères extérieurs rend vraisembable l'hypothèse d'une production de statuettes au nord des Alpes au plus tard dès 50 apr. J.-C.

On connaît le lieu précis de découverte de près des trois quarts des objets de bronze d'Augusta Raurica ; il était dès lors tentant d'examiner si l'on pouvait tirer des conclusions de la répartition des objets (partie II). La répartition verticale indique que dans les couches du 1er siècle, on trouve avant tout des objets utilitaires d'une courte durée de circulation, de même que des objets militaires. Pour le moyen Empire, on a retrouvé peu d'ensembles archéologiques contenant des objets en bronze; le fait que d'autres catégories de mobilier sont également plus faiblement représentées durant cette période s'explique peut-être par des changements dans le mode de construction. La majeure partie des statuettes provient d'ensembles du Bas-Empire; considérées comme des objets de valeur ayant une importance religieuse, elles ont été conservées jusqu'à la fin de l'occupation romaine.

La répartition horizontale des objets en bronze s'est avérée moins intéressante. Il n'est pas surprenant que les édifices publics aient été plus systématiquement vidés que les quartiers artisanaux; il est en revanche plus étonnant que la nature et la quantité d'objets en bronze ne diffèrent guère entre une riche demeure et un quartier d'artisanat plus modeste. Trop de facteurs extérieurs entrent en ligne de compte, si bien que les éléments dont nous disposons actuellement ne nous permettent pas de comprendre la structure sociale et l'aménagement des habitations.

Présentées de façon synthétique (partie III), les statuettes de divinités constituent le groupe de bronzes d'Augusta Raurica le plus important et le plus varié. On les trouve le plus souvent dans les quartiers d'habitation et d'artisanat; on peut donc en déduire que même les statuettes isolées se trouvaient à l'origine dans des sanctuaires domestiques. En plus des statuettes, encensoirs et pots à décors de serpents peuvent faire de l'inventaire des laraires. Les inscriptions votives et les bas-reliefs en pierre constituent d'autres témoignages sur les cultes existants à Augst et Kaiseraugst; malheureusement, les vestiges d'inscription, qui pourraient le mieux nous renseigner sur les rapports à la religion, sont rares. - Des statuettes de divinités couronnant des troncs à offrandes, à l'image de celle que l'on a retrouvée à Kaiseraugst, se retrouvent principalement en Gaule de l'est, et en particulier dans le domaine privé (contribution II).

Dans la partie IV, il est question de la fonction et de l'utilisation des statuettes de divinités dans un cadre plus large. A partir de six ensembles d'Augusta Raurica entièrement ou partiellement composés de statuettes, ce chapitre examine la façon dont se sont constitués d'autres groupes de statuettes découverts en Italie et dans les provinces, dont beaucoup ont dû être réunis volontairement.

Les innombrables objets découverts in situ après l'éruption du Vésuve dans les villes autour du volcan donnent une bonne idée de la décoration et du nombre élevé de sanctuaires domestiques campaniens. Hors de l'Italie, on a trouvé de très nombreux inventaires de laraires, particulièrement en Gaule et en Germanie, il est vrai rarement à leur place d'origine dans la maison, mais le plus souvent dans des cachettes constituées pour préserver les valeurs dans des périodes de danger. Les statuettes de laraires ont aussi parfois échoué dans des dépôts de pillards ou des stocks de métal de récupération. La composition des laraires des provinces correspond en bonne partie à ce que l'on trouve en Italie, même si les dieux domestiques à proprement parler, les Lares, sont moins fréquents. Le choix des statuettes paraît être largement lié aux inclinations de chacun et l'on peut trouver dans un même laraire des statuettes de toutes dimensions et des pièces héritées aussi bien que des créations contemporaines. En comparaison avec d'autres sites, le contenu des laraires d'Augusta Raurica est particulièrement varié.

Les statuettes que l'on trouve dans les laraires pouvaient également être données en offrande dans des sanctuaires publics. La plupart des témoignages de statuettes votives proviennent de provinces autres que l'Italie. Toutefois, on n'a qu'exceptionellement retrouvé in situ le mobilier des sanctuaires publics; les offrandes votives de valeur se retrouvent essentiellement dans des dépôts sacrés, lieux saints choisis spécialement ou cachettes improvisées dans des périodes troublées. En plus des statuettes et des récipients, on trouve également dans ces dépôts des plaquettes votives et des objets de culte. Souvent les statuettes sont caractérisées comme objet votif par une inscription. Par rapport aux laraires, les statuettes des dépôts sacrés se caractérisent par une plus grande diversité thématique; divinités indigènes et représentations dont l'attribution n'est pas certaine se trouvent en relativement grand nombre. Dans les provinces le nouveau culte domestique, inconnu avant la romanisation, est apparament repris telquel d'Italie. En revanche, les divinités indigènes, remontant en partie à l'époque pré-romaine, resten largement présentes dans les sanctuaires publics, à côté des dieux du panthéon romain.

Traduction: Catherine May Castella

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Summary

Within the last two hundred years, around 450 figural bronzes have come to light in the area of Roman settlement in Augst and Kaiseraugst. The individual objects were published in 1977 and 1994 in two separate catalogue volumes; the present study draws together some general points on the basis of this material.

Although a series of metalworking workshops are known in larger and smaller settlements in the Roman Empire, it is practically impossible to attribute finished products to them with any certainty. This is mainly due to the technique of manufacturing for bronzes. These were cast using the lost wax technique, but the wax models employed for this were often made using negative moulds which could be re-used in various combinations. It was also possible to make negative moulds from finished objects so that in some circumstances the same bronzes could be reproduced far away from the original place of production.

Despite these unfavourable preconditions, groups of bronzes which correspond in terms of size, type and stylistic characteristics may give indications of possible workshop circles. In a few cases these can be defined geographically. Thus two types of files and knife handles of the 1st century AD are concentrated in northern Switzerland and the adjoining region to the west. The centres of production of a type of bucket from the 2nd/3rd century, of which the occasional attachments have survived in our area, are to be sought in northern Italy. It is also possible to identify related workshops for several types of statuettes of divinities.

The dating of Roman bronzes of average quality from both Italy and the provinces remains a particular problem. A comparison of several statuettes dated by their finds context to the 1st century makes probable that statuettes were also manufactured north of the Alps from the middle of the 1st century at the latest.

The findspot within the area of the Roman settlement is known for about three quarters of the figural bronzes from Augusta Raurica. An obvious concern was to see whether conclusions could be drawn from the distribution of these objects (part II). The vertical distribution shows that 1st century layers produced mainly small, everyday objects with a limited period of use, together with militaria. Few finds complexes with figural bronzes have survived from the mid-imperial period. The fact that other categories of finds are also poorly represented in this period may be connected with a different method of building. The majority of surviving statuettes derives from finds complexes of the later imperial period. Apparently these were kept until the end of the period of Roman settlement because they were valuable and religiously significant possessions.

The horizontal distribution of the bronzes proved to be less informative. Not surprisingly, public buildings were cleared more systematically than residential and industrial areas. What is remarkable, however, is that the character and quantity of bronzes surviving in well-to-do houses is hardly distinguishable from those found in the more modest craftsmen's neighbourhoods. It seems that too many external factors played a role here for conclusions to be reached from the available material about social structure and accoutrements.

As the most important and varied group of bronzes from Augusta Raurica, the statuettes of divinities were examined as a group (part III). Their findspots are for the most part in the residential and industrial neighbourhoods. It is therefore probable that even statuettes which were found singly once stood in domestic shrines. As well as statuettes, a lararium inventory seems to have included incense cups and pottery vessels with snake motives. Among the evidence for cults known in Augst and Kaiseraugst are, besides bronze statuettes, votive inscriptions and stone sculptures. Unfortunately, of the inscriptions, which could best give information on religious life, only a few fragments survive. Statuettes of divinities on top of small offerings boxes, of which there is an example from Kaiseraugst, are in evidence above all in eastern Gaul, mainly in domestic spheres (excursus II).

Part IV deals with the function and use of statuettes of divinities in broad terms. Under investigation was the composition of groups of statuettes which intentionally or by chance were buried together. The starting point was six groups of finds from the urban area of Augusta Raurica which wholly or partially comprise statuettes. As many groups of statuettes as possible from Italy and the provinces were studied.

The numerous finds from the towns by Vesuvius which were buried in situ because of the volcanic eruption give a good picture of the contents and variety of domestic shrines in Campania. Outside Italy, the contents of numerous lararia have survived, above all in Gaul and Germany. These are often not found in place inside a house, however, but rather in so-called precautionary caches («Angstdepots») which were established in a time of danger in order to keep precious possessions safe. Statuettes from lararia have sometimes also found their way into stashes of booty or of metal for recycling. The contents of lararia in the provinces largely correspond to their Italian model although the actual house gods, the lares, appear less frequently. The choice of statuettes seems to have depended entirely on personal preference in that statuettes of different sizes and quality, both treasured heirlooms and contemporary pieces could stand in the same lararium. A general comparison shows that especially varied compositions of lararia have survived in Augusta Raurica.

The same statuettes that stand in lararia could also be consecrated in public shrines. Most evidence for votive statuettes comes from the provinces outside Italy. However, it is only in exceptional cases that public shrines survive with their contents in situ. Precious votive offerings such as statuettes and tableware are found in so-called sacred hoards («Sakralhorten»), that is in caches for safe-keeping in a particular sacred place or hidden away because of troubled circumstances. Besides statuettes and vessels, votive plaques and cult objects can be found here. Often the votive offerings have inscriptions identifying them as gifts of individuals. In comparison with the contents of lararia, the statuettes in sacred hoards show a greater thematic variety. Native deities and other images which cannot with certainty be identified appear in considerable numbers. Apparently in the provinces the new cult of domestic deities, which was unknown before Romanisation, was taken over largely unchanged from Italy, while native representations of gods lived on in public shrines which sometimes had their origins in the pre-Roman period.

Translation: Catherine Aitken and Christoph Maier


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