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Zusammenfassungen / Summaries / Résumées
 

Dorothée Šimko/Roloff:
Prisca und Silvanus. Unruhige Zeiten in Augusta Raurica
Prisca et Silvanus. Temps troublés à Augusta Raurica
Prisca et Silvanus. Turbida tempora Augusta Raurica
(Augster Museumshefte 15-17)


Zusammenfassung

1. Mai 239 n.Chr.: Silvanus, Sohn des Metzgers Marcus Aurelius Ciltus und dessen Frau Valeria Augustilla, erblickt in Augusta Raurica das Licht der Welt. Zusammen mit seinen älteren Brüdern Fuscinus, Olus und Albanus wächst er in der geschäftigen Römerstadt auf, die Hündin Cicha stets an seiner Seite. Schon früh lernt er Licinia Prisca kennen, die Tochter des Bronzegiessers Aulus Licinius Crescens. Sie wird zu seiner ständigen Begleiterin, und gemeinsam überwinden die beiden zahlreiche Gefahren.

Prisca und Silvanus erleben ihre Umgebung im Spiel und Ernst. Sie werden Zeugen von Diebstahl, Schlägereien, ja sogar von einem Mord, und geraten infolge ihrer Neugierde und Abenteuerlust immer wieder in die aufregende Welt der Erwachsenen. Die packende Handlung inmitten der Betriebsamkeit einer grossen Stadt gewährt den Leserinnen und Lesern vielfältige Einblicke in den römischen Alltag mit dem emsigen Treiben in den Strassen und Gassen, auf den Märkten und in den Bädern, bei den Handwerkern und Kaufleuten.

Die mitreissende Geschichte, vom Grafiker Roloff brillant in farbenprächtigen Bildern festgehalten, zeichnet ein lebensnahes Bild der antiken Kultur und der bewegten Geschichte im dritten Jahrhundert n.Chr. Die neuesten historischen und archäologischen Erkenntnisse über die Römerzeit miteinbeziehend, begleiteten verschiedene Fachleute die Autorin Dorothée Šimko beratend bei der Entstehung des Buches. Damit ist es gelungen, den Leserinnen und Lesern in unterhaltender und spannender Form ein möglichst authentisches und detailgetreues Bild des damaligen Lebens in Augusta Raurica zu vermitteln.

In einem wissenschaftlichen Anhang finden sich Quellenangaben und weiterführende Literatur, die den Einstieg in eine vertiefte Beschäftigung mit der Römerzeit und Augusta Raurica erlauben. Eine Zeittafel und ein Schlagwortregister schliessen den Band ab.


Aus dem Vorwort

Hunderttausende von Schulkindern haben Augusta Raurica, die Römerstadt am Rhein bei Basel, schon besucht. Meist bleibt's bei diesem einen Ausflug, obschon fast jedes Jahr wieder Neues von den alten Römern gefunden, konserviert und ausgestellt wird. Wenig bekannt sind auch die aktuellen Forschungsergebnisse, die durch ein Team von Archäologinnen und Archäologen erarbeitet werden.

Mädchen und Knaben aller Schulstufen gehören daher zu den treusten «Kunden» der Römerstadt Augusta Raurica; sie machen etwa die Hälfte unserer Besucher aus. Nicht nur den Erwachsenen, sondern auch den Kindern und Jugendlichen möchten wir im Augster Römermuseum Gelegenheit zum Kauf eines preisgünstigen «Römer-Souvenirs» geben - etwa der Kopie einer Münze oder eines Öllämpchens - und eine interessante, altersgerechte Lektüre bereithalten. Seit einiger Zeit führen wir die Museumshefte «Kinder in Augusta Raurica» und «Antike Maskenspiele im römischen Theater. Eine Geschichte für Kinder und Jugendliche mit Masken zum Ausschneiden und Bastelanleitung» im Angebot.

Der vorliegende Comic beschreitet nun einen völlig neuen Weg: Er stellt das römische Alltagsleben von Augusta Raurica, sowohl in Wort als auch im Bild, dar und eignet sich vorzüglich als Vorbereitung auf einen Besuch der Römerstadt oder als Vertiefungslektüre.

Das Buch «Prisca und Silvanus» ist mehr als nur eine interessante Bildergeschichte, stützt es sich doch auf die Resultate der archäologischen Forschung in Augusta Raurica. Wir wissen zwar von Inschriftfunden, dass einst eine Prisca und ein Silvanus gelebt haben; ob sie sich allerdings kannten und gemeinsam das in unserer Geschichte geschilderte Schicksal erfuhren, das wissen die Götter... Ziel unserer aufwendigen Forschungs- und Recherchierarbeit war jedoch die Feststellung: «So könnte es gewesen sein».

Allen beteiligten Fachleuten möchte ich ganz herzlich danken; sie haben mit ihrem Wissen und mit ihrer Erfahrung dazu beigetragen, dass möglichst viele Gegenstände, Kleider, Gebäude, Götter usw. in der Comic-Story authentisch und alle berücksichtigten geschichtlichen Ereignisse, Namen und Inschriften historisch nachgewiesen sind.

Nicht nur die gezeichneten Comic-Seiten in diesem Band sind neu, sondern auch die beiden rekonstruierten Stadtansichten auf dem vorderen und hinteren Vorsatz - eine grossartige Leistung von Markus Schaub. Die grösste Anerkennung verdienen ganz sicher die beiden Schöpfer des Comic, die über mehrere Jahre begeistert am vorliegenden Werk gearbeitet haben: Dorothée Šimko, welche die spannende Geschichte ausgeheckt, verfasst und das ganze Projekt koordiniert hat, und der Grafiker Roloff-Rolf Meier, dem die brillanten Bilder zu verdanken sind.

Dass das vorliegende Augster Museumsheft möglichst vielen jugendlichen Leserinnen und Lesern zu einem sehr günstigen Preis angeboten werden kann, ist einem Druckkostenzuschuss der Sophie und Karl Binding Stiftung in Basel zu verdanken! Den Mitgliedern des Stiftungsrates sind wir hierfür ausserordentlich dankbar.

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Vorwort der lateinischen Ausgabe

Nachdem die deutsche Ausgabe des Augusta Raurica-Comics "Prisca und Silvanus. Unruhige Zeiten in Augusta Raurica" in wenigen Monaten über 10 000 begeisterte junge und ältere Leserinnen und Leser gefunden hatte, war es uns eine "historische" Verpflichtung, die angekündigte lateinische Übersetzung fertigzustellen und als Band 17 der "Augster Museumshefte" herauszugeben. Es zeigte sich jedoch, dass die Übertragung der wirklichkeitsnahen Sprechblasentexte ins Lateinische weit aufwendiger und anspruchsvoller war als etwa die Übersetzung ins Französische. Der Text hält sich grundsätzlich an das klassische Latein. Die Wahl der Wörter und Formulierungen jedoch konnte nicht wie bei einer lebendigen Sprache aus der eigenen Alltagserfahrung - gewissermassen aus dem Bauch heraus - erfolgen. Deshalb haben die Spezialisten in den antiken Textquellen nach möglichst ähnlichen Szenen, Beschreibungen, Stimmungen und Konstellationen gesucht, wie sie in der Geschichte von Prisca und Silvanus vorkommen. Aus naheliegenden Gründen wurden die Übersetzer, Bruno W. Häuptli (Muttenz) und Markus Clausen (Liestal), in erster Linie bei den römischen Komödiendichtern Plautus und Terenz, bei Fachschriftstellern wie dem älteren Plinius und nicht zuletzt in vielen inschriftlichen Texten fündig und haben so eine lateinische Sprachform für unsere erfundene Geschichte ausgesucht, die dem sprachlichen Ausdruck in römischer Zeit möglichst nahe kommt.

Für die enorm anspruchsvolle Übersetzungsarbeit und das Quellenstudium möchte ich Bruno W. Häuptli und Markus Clausen ganz herzlich danken!

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Résumé

1er mai 239 ap. J.-C.: Silvanus, fils du boucher Marcus Aurelius Ciltus et de sa femme Valeria Augustilla, voit le jour à Augusta Raurica. Avec ses frères Fuscinus, Olus et Albanus, il grandit dans cette cité romaine débordante d'activités, toujours accompagné de sa chienne Kicha. Il est encore enfant lorsqu'il fait la connaissance de Licinia Prisca, la fille du bronzier Aulus Licinius Crescens. Elle deviendra son amie fidèle et ensemble, ils surmonteront de nombreuses épreuves.

Prisca et Silvanus vont partager de bons et de mauvais moments, assistant à un vol, des combats, ainsi qu'à un assassinat. Leur curiosité et leur goût de l'aventure les amèneront à côtoyer à maintes reprises le monde passionnant des adultes. L'action, qui se déroule dans cette grande ville très animée, offre aux lecteurs de nombreux aperçus de la vie quotidienne à l'époque romaine, avec un va-et-vient permanent dans les rues, au marché, aux thermes ou chez les artisans et commerçants.

L'histoire captivante conçue par Dorothée Šimko et mise en images hautes en couleur par le dessinateur Roloff offre une vision réaliste de la civilisation antique et de l'histoire mouvementée du 3e siècle ap. J.-C. Intégrant les découvertes historiques et archéologiques les plus récentes, plusieurs spécialistes ont aidé de leurs conseils l'auteur Dorothée Šimko dans l'élaboration du scénario de cette bande dessinée. Sous une forme divertissante et passionnante, les lecteurs ont ainsi devant leurs yeux un tableau aussi authentique et détaillé que possible de la vie à Augusta Raurica à cette époque.

Un tableau chronologique, une bibliographie et un index des mots-clés terminent le volume.


Extrait de la préface

Des centaines de milliers d'élèves ont déjà visité Augusta Raurica, ville romaine établie en bordure du Rhin, près de Bâle. En général, ils se contentent d'une seule visite, même si de nouveaux éléments de la vie quotidienne romaine sont découverts, restaurés et exposés presque chaque année. Les travaux de recherche que mène actuellement toute une équipe d'archéologues restent également moins connus du public.

Les filles et garçons de tout âge sont donc les «clients» les plus fidèles de la Ville romaine d'Augusta Raurica; ils constituent près de la moitié des visiteurs. Nous aimerions offrir l'occasion non seulement aux adultes, mais aussi aux plus jeunes, d'acquérir un «souvenir romain» pas trop coûteux - une copie d'une monnaie ou d'une petite lampe à huile - et mettre à disposition une littérature intéressante adaptée à tous les âges. Depuis peu, nous offrons dans la série des «Augster Museumshefte» les fascicules suivants, en langue allemande: «Kinder in Augusta Raurica» et «Antike Maskenspiele im römischen Theater. Eine Geschichte für Kinder und Jugendliche mit Masken zum Auschneiden und Bastelanleitung».

Cette bande dessinée explore une voie tout à fait nouvelle: présentant la vie quotidienne romaine à Augusta Raurica en mots et en images, elle peut être utilisée comme préparation pour une visite de la ville aussi bien que pour une lecture plus approfondie.

«Prisca et Silvanus» est plus qu'une histoire illustrée, puisqu'elle s'appuye sur les résultats des recherches archéologiques menées à Augusta Raurica. Ainsi, nous savons par des inscriptions qu'une Prisca et un Silvanus y ont autrefois vécu. Se connaissaient-ils et ont-ils eu le destin que raconte notre histoire, seuls les dieux peuvent le dire... L'important travail de recherche effectué permet cependant de supposer que «cela a pu être ainsi».

Avant même que la version originale allemande ne paraisse au printemps 1995, une traduction francophone ainsi qu'une version en langue latine ont été mises en route. Nous espérons que notre histoire romaine trouvera ainsi un écho d'autant plus large - particulièrement auprès des écoles.

Je voudrais remercier chaleureusement tous les spécialistes qui ont été mis à contribution: leurs connaissances scientifiques ont permis d'introduire dans cette bande dessinée le plus grand nombre possible d'éléments authentiques - objets, vêtements, édifices, divinités, etc. - et d'attester historiquement les événements, noms et inscriptions qui y figurent.

La bande dessinée elle-même, ainsi que les deux vues d'ensemble de la ville figurant à l'avant et à l'arrière de l'ouvrage - magnifiques réalisations de Markus Schaub -, sont inédites. Notre plus grande reconnaissance va bien sûr aux deux créateurs de cette bande dessinée, qui y travaillent avec enthousiasme depuis plusieurs années: Dorothée Šimko a imaginé cette histoire captivante, en a rédigé le script et a coordonné l'ensemble du projet, tandis que les excellents dessins sont l'oeuvre du graphiste Roloff-Rolf Meier. La traduction a été assurée par Catherine May Castella, avec le souci de respecter au mieux le ton de l'édition allemande, la mise en place des textes français dans les bulles a été fait par Rosanna Belussi.

Le prix très favorable auquel ce numéro de la série des «Augster Museumshefte» est destiné aux jeunes lecteurs a été rendu possible grâce à la participation de la Fondation Karl Binding de Bâle aux frais d'impression! Nous exprimons toute notre gratitude aux membres de cette fondation.

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Préface de l'édition latine

Après le succès des versions allemande et française de "Prisca et Silvanus. Temps troublés à Augusta Raurica", bande dessinée consacrée à Augusta Raurica, qui a enthousiasmé en quelques mois plus de 10'000 jeunes et moins jeunes lecteurs, c'était une obligation «historique» pour nous d'achever la traduction latine et de la faire paraître dans la collection des «Augster Museumshefte» (volume 17). Il s'est cependant avéré que la transcription réaliste des textes des phylactères en latin était une tâche autrement plus exigeante et coûteuse qu'une traduction en français, par exemple. Le texte est généralement rédigé en latin classique. Pour le choix des mots et expressions, il n'était cependant pas possible de s'inspirer - pour ainsi dire instinctivement - de la vie de tous les jours, comme c'est le cas pour une langue vivante. Pour cette raison, les spécialistes ont cherché dans les sources antiques les scènes, les descriptions, les atmosphères les plus proches possible de celles de l'histoire de Prisca et Silvanus. Pour des raisons faciles à comprendre, les traducteurs, Bruno W. Häuptli (de Muttenz) et Markus Clausen (de Liestal), se sont principalement inspirés des poètes comiques Plaute et Térence, d'auteurs scientifiques comme Pline l'Ancien, ainsi que de nombreux textes épigraphiques, et ont ainsi recréé pour notre fiction une forme d'expression latine qui s'approche le plus possible de la langue parlée à l'époque romaine.

Pour cet immense et très exigeant travail de traduction, je tiens à exprimer toute ma reconnaissance à Bruno W. Häuptli et Markus Clausen!


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