Dorothée Šimko/Roloff: Hast Du den ersten Band von «Prisca und Silvanus - Unruhige Zeiten in Augusta Raurica» schon gelesen? Wenn ja, dann kannst Du Dich gleich über das vorliegende Buch
hermachen. Es ist nämlich die Fortsetzung des spannenden ersten Comics, der die Herzen vieler Tausend Kinder, Jugendlicher und Erwachsener im Sturm erobert hat. In diesem zweiten Teil erlebst Du zusammen mit Prisca und Silvanus das Erdbeben von Augusta Raurica, Gladiatorenspiele im Amphitheater, eine abenteuerliche Reise nach
Aventicum (Avenches), die Hochzeit von Prisca und Silvanus, eine Theatervorstellung, Mord, Totschlag, Krieg und Angst, den allmählichen Zerfall der einst so blühenden Stadt
Augusta Raurica, das Leben von Silvanus und seinen Kindern hinter den Befestigungsmauern von «Kastelen» und den Bau des Kastells am Rhein, der grössten römischen
Befestigung weit und breit. Bist Du bereit, mit Prisca, Silvanus, ihren Kindern und Urenkeln lachend, aber auch weinend, die aufregende und manchmal sehr grausame Geschichte von Augusta Raurica in den
Jahren zwischen 250 und 321 n.Chr. zu erleben? Dann tritt ein ins Reich der Römer! Etwa 140'000 Besucherinnen und Besucher besichtigen alljährlich die Römerstadt Augusta Raurica 10 km östlich von Basel im Dreiländereck Schweiz/Deutschland/Frankreich.
Ihnen bleiben in erster Linie das Römermuseum und das Römerhaus sowie die imposantesten antiken Monumente wie Theater und Schönbühltempel in Erinnerung. Dass es
daneben weitere zwanzig Sehenswürdigkeiten in diesem weitläufigen archäologischen Freilichtmuseum, ja sogar einen «römischen» Haustierpark gibt, entgeht vielen. Man müsste
einen ganzen Tag einsetzen, um alles sehen zu können. Hinter dieser «öffentlichen Fassade», den sichtbaren Besucherzielen, ist ein grösseres archäologisches Team am Werk, welches in vielen Ausgrabungen die Zeugnisse aus
römischer Zeit untersucht, bevor sie durch Abbaggerung den Neubauten zum Opfer fallen. Denn schliesslich hat vor 1600-2000 Jahren eine Stadt mit bis zu 20'000 Einwohnern
unzählige Spuren im Boden hinterlassen. Die Dokumente und Funde müssen archiviert, inventarisiert, konserviert und ausgewertet werden, damit man aus ihnen
kulturgeschichtliche Schlüsse ziehen und neue Erkenntnisse gewinnen kann. All diese Arbeiten sind sehr zeitaufwendig und kosten den Staat (den Kantonen Baselland und Aargau)
viel Geld. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Römerstadt Augusta Raurica, ArchäologInnen, GrabungstechnikerInnen, wissenschaftliche Zeichner, Fotografinnen,
Computerfachleute, RestauratorInnen usw., sind mit Leib und Seele bei ihrer Arbeit. Das darf aber nicht Selbstzweck sein, nicht isoliertes Forschen im Elfenbeinturm... Der zweibändige Comic «Prisca und Silvanus» soll auf unterhaltsame und leicht verständliche Weise dem Publikum aufzeigen, was die «RömerforscherInnen» in Augusta Raurica
in den letzten Jahren gefunden und herausgearbeitet haben! Nach dem grossen Erfolg des ersten Teils «Prisca und Silvanus. Unruhige Zeiten in Augusta Raurica», wollten wir die Vorbereitungen für den vorliegenden zweiten (und letzten)
Teil in ungleich viel kürzerer Zeit bewältigen. Dem grossen Einsatz von Dorothée Šimko und Rolf Meier ist es zu verdanken, dass «Die Zerstörung von Augusta Raurica» ein gutes
Jahr später nun ebenfalls vorliegt. In der Zwischenzeit ist bereits auch eine französische Ausgabe «Prisca et Silvanus. Temps troublés à Augusta Raurica» erschienen, eine
lateinische Version ist in Arbeit. Die meisten in unsere Geschichte «eingebauten» Geschichts- und Fundquellen habe ich in den letzten Jahren aus unseren Fundarchiven und aus der Fachliteratur ausgewählt und
nach Themen geordnet. Die Autorin Dorothée Šimko hat mit zunehmender Erfahrung immer selbständiger in diesem Augster Bildarchiv zur römischen Kulturgeschichte
recherchiert und auch ganz wesentlich zum Quellenverzeichnis im Anhang beigetragen. Ich bin beeindruckt vom grossen Einsatz, den Dorothée Šimko - neben ihrem Schulpensum
- geleistet hat. Markus Schaub von unserem Ausgrabungsteam hat mit seinen kritischen Diskussionsbeiträgen oft zur Verbesserung der Bildergeschichte beigetragen, und der
Grafiker Roloff - Rolf Meier hat sich eine grosse Ausdauer auferlegt, um alle Zeichnungen rechtzeitig fertigzustellen. Ihnen möchte ich für das Geleistete herzlich danken und
gratulieren. Auch allen Fachkolleginnen und -kollegen, die mitgeholfen haben, gebührt mein aufrichtiger Dank, insbesondere dem Team aus unserer Schwesterstadt AVENTICUM.
![]()
![]()
Home Augusta Raurica || Publikationen ||"Augster Museumshefte"
Zusammenfassungen / Summaries / Résumées
Prisca und Silvanus. Die Zerstörung von Augusta Raurica
Prisca et Silvanus. La destruction d'Augusta Raurica
Prisca et Silvanus. Augusta Raurica deleta
(Augster Museumshefte 18-20)
Mit der lateinischen Fassung des zweiten Teils unserer Comic-Geschichte «Prisca und Silvanus» geht ein achtjähriges Projekt zu Ende. Sechs Jahre dauerten die Vorbereitungen der Autorin Dorothée Šimko und des Illustrators Roloff-Rolf Meier für die Geschichte selbst, und zwei Jahre waren nötig für die französischen Übersetzungen durch Catherine May Castella und die sehr anspruchsvolle Übertragung ins Lateinische durch Bruno W. Häuptli, der von Markus Clausen und Hans Georg Oeri unterstützt wurde.
Der Aufwand aller hat sich - so meine ich - sehr gelohnt. Im Vordergrund stehen zunächst die erfreulichen Verkaufszahlen: Rasch waren wir mit dem ersten Teil «Unruhige Zeiten in Augusta Raurica» in der Bestsellerliste des Schweizer Buchhandels, Rubrik Jugendliteratur, und heute - mit dem Erscheinen dieses letzten Teils - sind bereits 25'000 Exemplare in den verschiedenen Versionen verkauft worden.
Da ist aber auch die Breitenwirkung dieser spannenden und mit viel Liebe zum Detail gestalteten Bildbände bemerkenswert. Ich durfte wiederholt feststellen, dass die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse unserer täglichen Grabungs- und Forschungsarbeit in Augusta Raurica in einer solchen Form, ohne Berührungsängste mit dem Publikum, bei Politikern und Bevölkerung grosse Anerkennung findet. Ich bin heute fest überzeugt, dass diese Art der Öffentlichkeitsarbeit wesentlich dazu beiträgt, unsere aufwendigen archäologischen Rettungs- und Dokumentationsarbeiten auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu rechtfertigen und auch weiterführen zu können.
Mein persönlicher und verbindlicher Dank für vorzügliche und kollegiale Arbeit geht an die Autorin Dorothée Šimko für die Koordination der Vorbereitungsarbeiten und für die Montage der Sprechblasentexte, an Bruno W. Häuptli für die lateinische Übersetzung und die Zusammenstellung der Vocabula sowie an Markus Clausen und Hans Georg Oeri für die kritische Durchsicht des lateinischen Textes. Alle Augster Comic-Bände können dank einem Druckkostenzuschuss der Sophie und Karl Binding Stiftung in Basel zu einem niedrigen Verkaufspreis abgegeben werden; dem Stiftungsrat möchte ich für die Unterstützung dieses nicht alltäglichen Projektes meinen Dank aussprechen.
Ich wünsche allen jungen und alten Leserinnen und Lesern dieser lateinischen Ausgabe eine vergnügliche Lektüre. Wenn "Augusta Raurica deleta" im Lateinunterricht behandelt wird, so wird unsere ganz konkrete Lebensgeschichte zweier Jugendlicher hoffentlich vielen Schülerinnen und Schülern einen persönlichen Zugang zum Alltag in der Antike verschaffen, der vielleicht sogar das Interesse an Caesar oder Tacitus zu wecken vermag.
As-tu déjà lu le premier tome des aventures de Prisca et Silvanus, «Temps troublés à Augusta Raurica»? Si c'est le cas, tu peux te lancer dans la lecture de la suite de cette passionnante bande dessinée, qui a conquis plusieurs milliers d'enfants, d'adolescents et d'adultes.
Dans ce deuxième tome, tu vivras avec Prisca et Silvanus le tremblement de terre d'Augusta Raurica, les combats de gladiateurs dans l'amphithéâtre, un voyage mouvementé à Aventicum (Avenches), le mariage de nos deux héros, une représentation théâtrale, des meurtres, la guerre et la peur, la destruction progressive de cette ville florissante qu'a été Augusta Raurica, la vie de Silvanus et de ses enfants derrière les murailles de «Kastelen» et la construction du castrum au bord du Rhin, la plus grande ville fortifiée romaine loin à la ronde.
Aux côtés de Prisca, Silvanus et de leurs enfants et petits-enfants, es-tu prêt à revivre entre rires et larmes quelque soixante-dix ans de l'histoire captivante et parfois terrible d'Augusta Raurica? Alors, bienvenue dans l'univers des Romains!
Près de 140'000 visiteurs se rendent chaque année dans la Ville romaine d'Augusta Raurica, située à 10 km à l'est de Bâle, près de la frontière entre l'Allemagne, la France et la Suisse. Ce sont avant tout le musée et la maison romaine qui leur restent en mémoire, de même que les monuments les plus imposants, comme le théâtre et le temple du Schönbühl. Beaucoup ignorent que vingt autres buts de visite s'offrent également à eux dans ce vaste musée archéologique de plein air. Pour tout voir, il vaut donc la peine de consacrer une journée entière.
Derrière la «vitrine» que constituent tous ces buts de visite s'active une grande équipe archéologique, qui explore les vestiges d'époque romaine au travers de nombreuses fouilles avant qu'ils ne soient livrés aux bulldozers: les témoignages laissés dans le sol par les quelque 20'000 habitants que cette ville a pu compter il y a de cela 1600 à 2000 ans sont innombrables. La documentation de fouille et le mobilier exhumé doivent être archivés, inventoriés, conservés et exploités afin de pouvoir en tirer des conclusions historiques et améliorer nos connaissances. Ces travaux demandent beaucoup de temps et coûtent des sommes importantes aux cantons (Bâle-campagne et Argovie). Tous les collaborateurs de la Ville romaine d'Augusta Raurica, archéologues, techniciens de fouille, dessinateurs, photographes, informaticiens, restaurateurs, etc. se consacrent corps et âme à leur travail: pour autant, celui-ci ne doit pas être un but en soi, pour des chercheurs enfermés dans leur tour d'ivoire...
Les deux tomes de la bande dessinée «Prisca et Silvanus» constituent un moyen divertissant et facilement accessible de montrer au public tout ce que les «romanistes» ont découvert et étudié ces dix dernières années à Augusta Raurica!
Après le gros succès du premier tome, intitulé «Prisca und Sivanus. Unruhige Zeiten in Augusta Raurica", nous souhaitions venir à bout du deuxième (et dernier) tome beaucoup plus rapidement: l'important investissement de Dorothée Šimko et Rolf Meier a rendu possible la parution de la suite de ces aventures («Die Zerstörung von Augusta Raurica») à peine un an plus tard. Entretemps, la version française du premier volume est parue («Temps troublés à Augusta Raurica»), tandis qu'une édition latine vient également de sortir («Turbida tempora Augustae Rauricae»).
Au cours des dernières années, j'ai sélectionné la plupart des événements et objets décrits dans cette histoire dans nos archives et dans la littérature scientifique, puis les ai ordonnés par thème. Acquérant chaque jour un peu plus d'expérience, Dorothée Šimko, l'auteur, a puisé avec toujours plus d'indépendance dans ce fonds documentaire sur la civilisation romaine à Augusta Raurica, contribuant également de façon essentielle à la rédaction de l'index des sources qui figure dans l'édition allemande: je suis très impressionné par l'effort qu'elle a consenti - parallèlement à ses heures d'enseignement - pour réaliser cette bande dessinée. Membre de notre équipe de fouille, Markus Schaub a très souvent contribué à améliorer l'histoire par ses remarques critiques. Quant à Roloff - alias le graphiste Rolf Meier -, il a fait montre d'une persévérance hors du commun pour achever l'ensemble des dessins à temps. J'aimerais les remercier tous trois pour leur exploit. Mes remerciements vont aussi à tous les chercheurs qui ont collaboré à ce travail, et plus particulièrement à nos collègues du Site et du musée romain d'Avenches.
Avec la version latine du second tome de la bande dessinée consacrée aux aventures de «Prisca et Silvanus» prend fin un projet qui aura duré huit ans au total. La préparation de l'histoire elle-même a pris six ans à l'auteur, Dorothée Šimko, et au dessinateur, Roloff - Rolf Meier. Deux ans ont ensuite été nécessaires pour la traduction des deux tomes, réalisée par Catherine May Castella pour ce qui est de la version française et par Bruno W. Häuptli pour la version latine, travail très exigeant dans lequel il a été secondé par Markus Clausen et Hans Georg Oeri.
Les efforts de chacun en valaient largement la peine. Preuve en est d'abord le nombre élevé d'exemplaires vendus: le premier tome «Temps troublés à Augusta Raurica» s'est rapidement retrouvé parmi les best-sellers suisses dans la catégorie littérature pour la jeunesse et aujourd'hui, au moment où paraît ce dernier volet, ce ne sont pas moins de 25'000 exemplaires des différentes versions qui ont déjà été vendus.
L'écho qu'ont eu ces passionnantes histoires illustrées, réalisées dans un grand souci du détail, est aussi remarquable. J'ai pu constater à maintes reprises que cette forme de transmission des résultats scientifiques de notre travail de fouille et d'élaboration quotidien, destinée directement au grand public, est très bien accueillie tant par les politiciens que par la population. Je suis aujourd'hui fermement convaincu que ce type de relations publiques contribue de façon essentielle à justifier et à permettre de continuer notre coûteux travail scientifique de sauvegarde et de documentation, même dans une conjoncture économique difficile.
Pour ce travail collectif de grande qualité, je tiens à remercier tout particulièrement l'auteur, Dorothée Šimko, qui a coordonné les travaux préparatoires et assuré l'insertion des textes dans les phylactères, Bruno W. Häuptli pour la traduction latine et la réalisation des «vocabula», de même que Markus Clausen et Hans Georg Oeri pour leur relecture critique du texte latin. Grâce à un rabais d'impression offert par la Fondation Sophie et Karl Binding à Bâle, tous les tomes de notre bande dessinée ont pu être proposés à un prix modéré; j'aimerais exprimer ma reconnaissance à leur comité de fondation pour leur soutien dans ce projet hors du commun.
A tous ceux qui liront cette version latine, qu'ils soient jeunes ou moins jeunes, je souhaite une agréable lecture. Si «Augusta Raurica deleta» est lu dans le cadre de l'enseignement du latin, cette histoire très concrète de la vie de deux jeunes gens permettra aux élèves d'entrer de façon vivante dans la vie quotidienne durant l'Antiquité, et suscitera, espérons-le, leur intérêt pour César ou Tacite.