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Zimmer mit Hypokaust
 
 
Raffinierte Erfindung - die Unterbodenheizung

Am «Schneckenberg», in der Nähe des Forums, können Sie unter einem Schutzdach ein vorzügliches Beispiel einer römischen Fussbodenheizung besichtigen. Der Hypokaust diente zur Beheizung des mit Marmor verkleideten Speisesaals eines luxuriösen Wohnhauses.

 

 
Heute:

Einst (Gebäude in der Bildmitte):

 

 
Bei militärischen Befestigungsbauten im 2. Weltkrieg entdeckte man am Hang zum Violenbach sehr hoch erhaltene Mauern. Sie gehörten zu einem vornehmen Wohnhaus, von dem der Speisesaal freigelegt werden konnte. Besonders interessant ist die Heizungsanlage, der sogenannte Hypokaust. In der heute konservierten Ruine kann man sich gut vorstellen, wie durch einen schmalen, mit Ziegeln ausgekleideten Kanal gefeuert worden ist und wie die heisse Luft und die Abgase unter dem Fussboden - zwischen den hohen Pfeilerchen hindurch - sich verteilen und durch hohle Wandziegel aufsteigen konnte. Auf diese Weise hat man im Winter einen derart beheizten Raum angenehm warmgehalten.
Die eine Querwand weist eine breite, viereckige Nische auf, in der einst das Triclinium, das dreiteilige Liegesofa für die speisende Gesellschaft, gestanden hatte.
 

 
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