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Tempel "Sichelen 2 & 3"
 
 
Fluch und Segen des Autobahnbaus

Unter der heutigen Autobahn lag hier im Südwesten von Augusta Raurica ein kleiner Tempelbezirk. Zwei "gallo-römische Vierecktempel" mussten in kurzer Zeit beim Strassenbau untersucht werden. Heute ist alles verschwunden.

 

 
- Tempel und Heiligtümer
- Gallo-römischer Vierecktempel auf Schönbühl
- Gallo-römischer Vierecktempel "Sichelen 1"
 

 
"Sichelen 2" heute

"Sichelen 2" einst

 

 
"Sichelen 3" heute

"Sichelen 3" einst (Tempel links im Bild)

 

 
Mitten im Trassee der heutigen Autobahn, 50 Meter östlich der sie querenden Strassenbrücke, mussten 1962 die Reste des einen Tempels freigelegt werden, der schon von Luftaufnahmen bekannt war ("Sichelen 2"). In einem grossen, ummauerten "heiligen Bezirk" stand ein Umgang (porticus) von 20 × 22 Meter, ringsum säulengesäumt mit sechs Pfeilern in der Länge und vier in der Breite. Im Zentrum stand die hohe überdachte Cella, das Allerheiligste mit dem Götterbild. Die Anlage Sichelen 2 ist ein einzigartiges Zeugnis der kulturellen Verschmelzung von einheimisch-keltischer mit römischer Kultur: Die Erbauer haben offenbar einen Kompromiss zwischen einem keltischen Vierecktempel mit Porticus und einem römischen Podiumtempel mit Monumentaltreppe gesucht.
Nur 80 m davon entfernt, auf der südlichen Seite der Autobahn, stand ein kleinerer und einfacherer Tempel ("Sichelen 3"). Auch sein Grundriss war annähernd quadratisch und ebenfalls von einer Säulenhalle umgeben.
Von hier erstreckte sich in der Mitte des 1. Jahrhunderts n.Chr. ein regelrechter Gürtel mit mindestens zehn Vierecktempeln am westlichen Stadtrand entlang über "Sichelen 1" bis zum Schönbühl.
 

 
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