Vom Plateau "Im Winkel", auf dem Weg 100 Meter oberhalb des Amphitheaters, vermag man beim Blick durch das Gebüsch quer über die Autobahn am gegenüberliegenden Hang einen konservierten Mauerstumpf zu erkennen. Es handelt sich dabei um den einzigen heute noch
sichtbaren Zeugen der westlichen Stadtmauer, die 1877-1879 entdeckt und erstmals untersucht wurde und beim Bau der Autobahn im Jahre 1966 nochmals angeschnitten werden konnte.
Die Stadtmauer war rund 1,85 Meter dick und wies auf der Stadtinnenseite eine an ihr entlangführende Strasse auf. Wahrscheinlich wurde das Befestigungswerk im gleichen Zug wie sein Gegenstück beim Osttor im späten 1. Jahrhundert n.Chr. erbaut, nachweislich aber nie
fertiggestellt. Etwa 150 Meter südlich der Autobahn war die Stadtmauer durch eine Toranlage unterbrochen, die ebenfalls nie fertiggestellt worden war und von welcher lediglich zwei Halbrundtürme von je 6 Meter Durchmesser vorgefunden wurden. Dort führte die breite Westtorstrasse
zum Stadtgebiet hinaus auf die römische Überlandstrasse in Richtung Ergolztal-Jura-Hauenstein. |