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"Hecken und Römerwege"
 
 
Ein didaktisches Experiment

Mit Hecken, Stangen und Schotterwegen sind direkt westlich des Osttors die römischen Häuserfluchten, Säulenhallen und Strassen im Stadtinnern markiert.

Das Experiment ist gescheitert, weil die Installation bei den Besuchenden keine römische Bebauung assoziert.

 

 
- Osttor
- Publikumsgrabung
 

 
Heute:

Einst:

 

 
"Moderne Kunst oder eine geplante Überbauung?" Keines von beidem! Hier wird ein römisches Stadtquartier wieder sichtbar gemacht!
Von Luftaufnahmen weiss man exakt, wo im Boden römische Mauern stecken und wo antike Strassen verlaufen. Das heranwachsende Getreide reift über steinigen Mauerkronen, Wegen und Strassen schneller als die tiefgründig spriessenden Pflanzen daneben. Da das reife Getreide rascher gelb wird, zeigen sich die römischen Strukturen auf dem Luftbild als helle Spuren. Mauerfluchten sind als dünne helle Linien und antike Strassen als breite helle Streifen erkennbar. Auf Grund dieser Befunde sind die Hecken und Stangen zur Markierung der römischern Mauerfluchten präzise im Gelände instaliert worden.
Die breiteste Strasse verläuft vom Stadtinnern genau auf das Osttor zu und war einst eine wichtige Strassenverbindung mit Vindonissa (Windisch/AG, 37 km).

(Für die finanzielle und aktive Unterstützung des Projektes danken wir dem Rotary Club, Sektion "Augst-Raurica")

Wir waren bei der Anlegung einer ersten Markierungsetappe vor einigen Jahren gespannt, wie die im Gelände nachgezeichneten antiken Baustrukturen auf die Besucherinnen und Besucher wirken. Kommen sie beim Publikum gut an und wird verstanden, was damit an Unsichtbarem visualisiert werden soll? Leider ist dies nicht der Fall. In den nächsten Jahren soll die römische Osttorstrasse auf andere Art und Weise sichtbar und als Besucherweg wieder begehbar gemacht werden.
 

 
Hier im Süden der römischen Stadt konnte die antike Bebauung anhand von Luftaufnahmen und mit Bodenradar erkannt werden: grossflächige Ausgrabungen sind hier nicht durchgeführt worden. Die bei den Prospektionen entdeckten Mauerfluchten sind auf dem Plan in feinen Linien gezeichnet. Die dick eingetragenen Mauern wurden bei Ausgrabungen freigelegt und dokumentiert.
 

 
Jugendliche, Erwachsene und Familien haben hier auch Gelegenheit, auf unseren Publikumsgrabungen mitzuarbeiten. Auch für Schulklassen stehen diese didaktischen Ausgrabungen für interessante Tageskurse (auf Anmeldung) zur Verfügung.

Bild rechts: Osttor (links), heller Schotter der Osttorstrasse (Mitte), Hecke zur Markierung eines römischen Gebäudes (darüber) und die Publikumsgrabung mit Containern und Zelt (unten)
 

 
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