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Kastell-Westtor
 
 
Kastelleingang = Dorfeingang

1700 Jahre liegen zwischen dem spätrömischen Westtor, durch das man in die Kastell-Hauptstrasse gelangte, und der Strassenkurve, die heute in den alten Dorfkern von Kaiseraugst führt. Vom grossen Befestigungbau zeugt nur eine Bodenpflästerung.

 

 
Castrum Rauracense (Kastell Kaiseraugst)
- Kastellmauer
- Römische Befestigungen
 

 
Heute:

Einst:

 

 
Einen der eindrücklichsten Teile der Kastellmauer bildete einst das Westtor. Flankiert von zwei Aussentürmen ragt es zangenartig entlang der grossen West-Ost-Achse ins Kastellinnere. Die heutige Dorfstrasse folgt sowohl bei dem mit Pflastersteinen markierten Grundriss des Westtores als auch ganz im Osten der West-Ost-Achse des römischen Kastells.
Unter der Tordurchfahrt war ein mit schweren Steinplatten überdeckter Abwasserkanal eingebaut und in die Platten ein Radgleispaar mit einer Spurweite von 1,63 Meter eingehauen. Dies entspricht dem Radabstand römischer Reisewagen.
Ein kleiner "Schatz" aus 278 spätrömischen Münzen wurde 1975 auf der Südseite der Toranlage geborgen. Er dürfte bei einem Brand - eventuell bei der bekannten Zerstörung des Kastells kurz nach 350 n.Chr. - verlorengegangen oder versteckt worden sein. Zu jener Zeit machten sowohl Alamanneneinfälle als auch reichsinterne Wirren das Leben an der Nordgrenze unsicher. Damals wurde auch der Silberschatz in der Südwestecke des Kastells versteckt.
 

 
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