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| Frühchristliche Bischofskirche St. Gallus | |
| - Castrum Rauracense (Kastell Kaiseraugst) - Frühes Christentum | ||
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| Auf dem Areal des Castrum Rauracense, direkt am Rhein, wurden die Reste einer frühchristlichen Kirche und von Nachbargebäuden ausgegraben. Sie muss eine überregionale Bedeutung gehabt haben, da sie für die damaligen Verhältnisse relativ gross war. Hier in Kaiseraugst
residierte bereits im 4. Jahrhundert n.Chr. nämlich ein Bischof. Überliefert ist der Bischofsname Justinianus. Wir wissen nicht, ob dieser frühe Bischofsitz im 5. und 6. Jahrhundert ununterbrochen seine Funktion erfüllte. Im 7. Jahrhundert ist dann wieder ein Bischof namentlich überliefert: Ragnachar. Er ist in einer Urkunde als "Bischof aus Kaiseraugst und Basel" überliefert. Dies ist ein Hinweis darauf, dass wahrscheinlich kurz danach der Kaiseraugster Bischofssitz definitiv in die aufblühende Stadt Basel verlegt worden ist (später nach Pruntrut und dann nach Solothurn). Kaiseraugst wurde zum bescheidenen Fischerdorf und verlor das Privileg seiner spätantiken Grösse. Die Nordmauer der St. Gallus-Kirche und Reste einiger Nebengebäude können unter einem modernen Schutzdach besichtigt werden. Dort finden Sie auch die kleine Ausstellung "Frühes Christentum". | ||
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| Die heutige Kirche St. Gallus von Norden (deutsches Rheinufer) gesehen. Sie steht auf den Fundamenten der Bischofskirche aus dem 4. Jahrhundert. Der Eingang zu den restaurierten Mauerresten liegt vor der Kirche am Rheinufer. Im Vordergrund sind die Reste des spätrömischen Brückenkopfes zu sehen. | Reste der nördlichen Kastellmauer, vom Rheinufer in Kaiseraugst gesehen. Durch die moderne Metalltüre links gelangt man in den unterirdischen Bereich mit den Resten der St. Gallus-Kirche und ihrer Nebenbauten. | |
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| Nördlich der Kirchenreste fand man in den 1960er Jahren zwei kleine Badebecken (eines in der Bildmitte), die man vorschnell als Baptisterium (Taufbad) interpretierte. Heute weiss man, das dieses Gebäude keine sakrale Funktion hatte. Die Metallkonstruktion sichert die Fundamente von dem Abrutschen. | Wenige Meter neben der spätantiken Kirchen-Apsis kam dieses Steinkistengrab (links) zum Vorschein. Rechts daneben ist ein frühchristlicher Grabstein (Kopie) mit einem schlichten Kreuz ausgestellt. | |
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