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Spätrömischer Brückenkopf
 
 
Bollwerk gegen die Alamannen

Auf der deutschen Seite am rechten Rheinufer, gegenüber von Kaiseraugst, findet man die spärlichen Reste einer einst gewaltigen Rheinbefestigung, die im späten 4. Jahrhundert n.Chr. vom Bodensee bis zum Oberrhein reichte.

Bild: Mauerreste von Rundtürmen in Vordergrund. Am anderen Rheinufer das Dorf Kaiseraugst mit dem Kastell

 

 
Heute:

Einst:

 

 
Gegenüber des ehemaligen Castrum Rauracense (Kastell Kaiseraugst) ist am rechtsrheinischen Ufer im Wald die Ruine eines Brückenkopfes auszumachen. Dieser diente im 4. Jahrhundert n.Chr. zur Befestigung einer (Schiffs-?)Brücke oder doch mindestens einer Fährverbindung über den Fluss. Wie einige Ziegelfunde beweisen, waren im Brückenkopf sehr wahrscheinlich auch Einheiten der Legio Prima Martia, der Besatzung von Kaiseraugst im 4. Jahrhundert, stationiert. Es ist denkbar, dass die Sicherung des rechtsrheinischen Brückenkopfes erst durch Kaiser Valentinian (364-375 n.Chr.) erfolgt ist, der die ganze Rheinbefestigung von Basel bis zum Bodensee verstärkte und erneuerte. Heute sind grosse Teile des Brückenkops nicht mehr zu sehen, da sie in nachrömischer Zeit (etwa beim Erdbeben von 1356?) in den Rhein gerutscht sind.
 

 
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