Best practice fürs Klimamanagement in einem Funddepot
Ein Funddepot für eine archäologische Sammlung ist nicht bloss ein Lagergebäude, das standardisierten Anforderungen unterliegt, sondern ein Aufbewahrungsort, bei dem die darin gelagerten Objekte individuellen Anforderungen unterliegen, damit sie möglichst lange der Nachwelt erhalten bleiben.
Die Klimatisierung des Funddepots erfolgt einerseits aktiv durch eine Klimaanlage, die die Raumtemperatur reguliert und die Be- und Entfeuchtung über Lufteinlass steuert. Andererseits sorgen verschiedene passive Massnahmen, wie beispielsweise der Einsatz von Lehm, für eine Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Damit wird das Klima für den Grossteil der Sammlung in einem offenen Raum sichergestellt.
Die heiklen Fundgattungen, die sehr spezifische Klimabedingungen benötigen, sind innerhalb des Depots in luftdichten Klimaschränken und zusätzlichen Kunststoffboxen gelagert, die passiv mit Trockenmittelbeuteln konditioniert werden.
Mithilfe von Datenloggern konnte beim Klimamonitoring aufgezeigt werden, dass die Kombination von aktiver und passiver Klimatisierung sehr gut funktioniert und bestmögliche klimatische Bedingungen für die Funde schafft.
Die Erkenntnisse aus dem Sammlungszentrum sind nun in einem Klimakonzept zusammengefasst. Fachpersonen aus Archäologie, Bauwesen, Architektur und andere Interessierte finden das Konzept auf unserer Webseite.